Pressemitteilung – Artikel RP Online vom 4. April 2017

Pressemitteilung zum Artikel bei RP Online vom 4. April 2017

„Auf Stimmenfang in den Gewerkschaften – Wie die AfD um Arbeiter buhlt“


Faktencheck


RP Online veröffentlichte am 4. April 2017 um 7.01 Uhr den im Betreff bezeichneten Artikel.

In diesem Artikel befinden sich nicht korrekte Darstellungen, die auf mangelnde Recherche schließen lassen und die mit dieser Pressemitteilung der Richtigstellung bedürfen, da sich diese Fehldarstellungen in der Folge nachhaltig auf den gesamten Artikel auswirken.

So wird im ersten Absatz geschrieben, dass „(…) gleich drei Arbeitnehmerorganisationen innerhalb der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland versuchen (…)“.

Diese Aussage ist nicht korrekt, denn es gibt lediglich zwei Arbeitnehmerorganisationen: einen externen Verein (AVA e.V.) und eine interne Interessengemeinschaft (AidA).

Im weiteren Verlauf des Textes heißt es: „Dafür wurde in Hamburg und Baden-Württemberg eigens der Verein “Arbeitnehmer in der AfD” – kurz AidA – gegründet, in NRW entstand die “Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer” (AVA) und auch Berlin soll eine eigene AfD-Arbeitnehmerorganisation bekommen.“

Auch diese Aussage ist nicht korrekt. Richtig ist, dass AidA (Arbeitnehmer in der AfD) im Februar 2014 in Lüneburg (Niedersachsen) innerhalb der AfD gegründet wurde und durch Vorstandsbeschluss im März 2014 den Status einer Bundesinteressengemeinschaft (BIG) erlangt hat. Diese Organisationsform ist zwar nicht mehr Bestandteil der aktuellen AfD-Satzung, jedoch ist AidA nach wie vor erfolgreich als parteiinterner Arbeitnehmerflügel aktiv.

Mitglied bei AidA kann nur werden, wer zeitgleich aktives Mitglied in der AfD ist. AidA ist bundesweit organisiert und nicht auf die Bundesländer Hamburg und Baden-Württemberg beschränkt.

Um dem Auf- und Ausbau der Mitgliederstrukturen, sowie der regionalen Mitgliederbetreuung besser Rechnung tragen zu können und auch um die Basisarbeit vor Ort erfolgreicher und intensiver zu gestalten, werden Gründungen eigener Landesverbände unterstützt und gefördert. So stehen beispielsweise Gründungen In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern unmittelbar bevor.

Der eingetragene Verein Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer (AVA e.V.) hingegen ist ein externer Verein und daher keine Organisation innerhalb der Alternative für Deutschland.

Mitglieder des Vereins können natürlich auch zugleich Mitglieder der AfD sein, eine Mitgliedschaft in der AfD ist aber keine zwingende Voraussetzung für eine Mitgliedschaft beim AVA e.V.. Ein Engagement der Mitglieder in anderen Parteien ist ebenso möglich, wie parteilos zu sein. Demnach kann ein Mitgliedsantrag beim AVA e.V. jede in der Satzung bezeichnete aufnahmefähige Person stellen.

Da es sich bei AVA e.V. um keine Partei handelt, können seine Mitglieder, wenn diese zeitgleich auch Mitglieder der AfD sind, ebenso Mitglied bei AidA sein. Eine Doppelmitgliedschaft in beiden Organisationen ist ergo auch alles andere als ein Widerspruch. Ihre Annahme aber, dass in Berlin eine weitere interne AfD-Organisation gegründet werden soll, ist unzutreffend.

Alle weiteren Ausführungen in dem Artikel zum Thema Arbeitnehmer in der Alternative für Deutschland führen aufgrund dieser nicht korrekten Darstellungen zu falschen Schlussfolgerungen, daher wird AidA keinen gesonderten Bezug auf weitere Teile des Artikels nehmen.

Es wäre zu begrüßen, wenn bei Recherchen auch Vertreter der Organisation berücksichtigt werden, die inhaltlich und thematisch jeweils behandelt und benannt werden.

Artikel RP Online vom 4. April 2017:
Auf Stimmenfang in den Gewerkschaften – Wie die AfD um Arbeiter buhlt

Kontakt:

AidA (Arbeitnehmer in der AfD)

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